Erzähltes Altern in Stadt und Land

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Projektleiterin: Roberta Maierhofer

Pojektmitarbeiterin: Oana Ursulesku

Affiliierte Forschende: Barbara Ratzenböck

Ausgehend von einer kulturwissenschaftlich-gerontologischen Methode untersucht das Forschungsprojekt „Erzähltes Altern in Stadt und Land: Kulturelle Narrative, Prozesse und Strategien im Lebensverlauf“1 die Relevanz von Ritualen und Bräuchen als kulturelles Erbe im Lebensverlauf. Die Selbstwahrnehmung von Alter und Altern im Narrativ steht im Mittelpunkt der Untersuchung, wobei die Gegenüberstellung von kollektiver (Kohorte) und individueller Identität besondere Berücksichtigung finden wird. In theoretischer Hinsicht basiert das Projekt wesentlich auf dem von Roberta Maierhofer in den 1990er Jahren entwickelten Konzept des „Anokritizismus“. Dieser wurde von Maierhofer in Anknüpfung an Elaine Showalter’s Terminus des „gynocriticism“ geschaffen, der dazu beitrug, deutlich zu machen, dass Alter(n) nicht nur biologisch, sondern auch kulturell konstruiert und definiert wird und wir demnach „durch Kultur altern“ („aged by culture“), um mit Margaret Morganroth Gullette zu sprechen. Germaine Greer etablierte den Begriff der „Anophobie“, um die Angst vor alten Frauen zu beschreiben. Maierhofer entwickelte in weiterer Folge das Konzept des „Anokritizismus“, ein interpretativer Zugang, der es erlaubt, individuelle Erfahrungen des Alter(n)s anzuerkennen und diese als Widerstand gegen normativ geprägte Vorstellungen zu begreifen. Aufbauend auf diesen Vorüberlegungen wurden zwei Fragestellungen entwickelt:

 

  1. Wie werden Prozesse und Strategien der kollektiven und individuellen Identitätskonstruktion im Lebensverlauf als Teil des kulturellen Erbes definiert und narrativ konstruiert?
  2. Welche Methoden und Theorien können für interdisziplinäre Forschungsfragen in Bezug auf individuelle und kollektive Identitätskonstruktionen, die Erfahrungen und Praktiken als kulturelles Erbe definieren, entwickelt werden?

Neben der Beantwortung dieser Forschungsfragen ist es darüber hinaus ein erklärtes Ziel des Projekts, Forschungsergebnisse in möglichst weiter Form zu verbreiten, um die Entwicklung und die Vernetzung von Institutionen und Netzwerken im nach wie vor im Entstehen begriffenen Feld der Aging Studies zu unterstützen.
Eine wesentliche Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen, ist dabei die Einbettung des Projektes in die ENAS Arbeitsgruppe ENAS InheritAGE, eine internationale und interdisziplinäre ExpertInnengruppe, die sich mit Interdependenzen von Alter(n) und kulturellem Erbe im Sinne kultureller Repräsentationen befasst.

1 Unterstützt durch Fördergelder des Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (Projektnummer: 15849).

Ende dieses Seitenbereichs.
Zur Übersicht der Seitenbereiche.

Beginn des Seitenbereichs:

Ansprechperson:
Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. M.A.

Roberta Maierhofer

Zentrum für Inter-Amerikanische Studien

Montag bis Freitag 8.00 - 16.00

+43 316 380 - 8198


Please contact me via email. Thank you!

Kontakt

Zentrum für Inter-Amerikanische Studien
Merangasse 18/II8010 Graz, Österreich

+43 (0)316 380 - 8213
+43 (0)316 380 - 9767

Ende dieses Seitenbereichs.
Zur Übersicht der Seitenbereiche.